Das Thema Haarausfall beängstigt alle Menschen, ob Mann oder Frau. Auch das Alter spielt bei diesen Ängsten keine Rolle – denn für niemanden ist es schön, wenn das Haar immer lichter wird und die Kopfhaut mehr und mehr durchschimmert.
Aber nur weil die Bürste nach dem Kämmen Haare enthält, oder nach dem Waschen Haare im Waschbecken liegen, ist das noch kein Grund zur Panik. Haare sterben nämlich nach einer gewissen Zeit einfach ab und fallen aus – das ist völlig normal.
Durchschnittlich verliert der Mensch bis zu 100 Haaren pro Tag. Niemand erwartet, dass man diese Haare zählt, aber grob einschätzen kann man durchaus, ob man sich noch unterhalb dieses Durchschnitts befindet. Wenn ja, ist der Haarausfall völlig normal.
Schwierig wird es, wenn es mehr wird und tatsächlich die Kopfhaut immer stärker durchschimmert. Dabei sollte man die ausgegangenen Haare mal näher betrachten. Hängt der Haarfollikel mit an – das erkennt man recht gut, er ist hell und hebt sich deutlich vom Haar ab – besteht durchaus Grund zur Sorge. Aber immer noch kein Grund zur Panik! Der Haarfollikel wird irrtümlich oft "Wurzel" genannt. Die Wurzel fällt aber nicht aus, sie kann höchstens absterben. Der helle Kern, der irrtümlich oft mit der Wurzel verwechselt wird, ist der Teil des Haares, der mit der Wurzel verankert war. Der Follikel geht übrigens nicht vollständig mit aus, sondern nur mit der inneren "Beschichtung".
Man unterscheidet zwischen zwei Sorten des Haarausfalls, dem kreisrunden Haarausfall und dem diffusen Haarausfall. Der kreisrunde Haarausfall beginnt mit vollständig kahlen Stellen am Kopf und führt manchmal sogar bis zum kompletten Verlust der Kopfhaare. Beim diffusen Haarausfall dagegen werden die Haare am ganzen Kopf gleichmäßig dünner und die Kopfhaut schimmert immer stärker durch.
Haarausfall kann durch Hormonveränderungen vorkommen, hauptsächlich zum Beispiel nach einer Schwangerschaft – dann pendelt sich das Problem wieder ein. Er kann aber auch Folge einer Unterversorgung mit Nährstoffen sein. Wer an Haarausfall leidet, sollte sich also auf den Weg zum Arzt machen. Inzwischen gibt es sehr gute Präparate, die hier entgegen wirken können.